Samstag, 26. September 2026
ab 16:00 Uhr
Die zwei Gesichter des Herbstes
Wusstes du, dass die Völker in Mittel- und Nordeuropa nur zwei Jahreszeiten kannten?
„Autumni perinde nomen ac bona ignorantur“ schrieb Tacitus im ersten Jahrhundert n.Chr.. Er beschrieb, dass die Völker nördlich der Alpen keinen Namen für den Herbst hätten. Vielleicht hatten sie keinen Namen, aber sie kannten den natürlichen Rhythmus. Also beschrieben sie jene Zeit, die wir heute als Herbst bezeichnen, mit dem was in dieser Zeit passiert. Das deutsche Wort „Herbst“ sowie das englische „harvest“ gehen auf das westgermanische Wort „harƀista“ zurück – was die Ernte oder Erntezeit bedeutet. In der goldenen Jahreszeit werden die Früchte geerntet doch so wie alles in der Natur, hat auch der Herbst zwei Gesichter, jenes der Reife und jenes des Welkens. Zur Tagundnachtgleiche begegnen uns beide in einem kurzen Moment des Stillstandes.
Die erste Herbstphase steht auch heute noch im Zeichen der Ernte, des Almabtriebes und der berauschenden Volksfeste. Mit der Herbst Tagundnachtgleiche als natürlichen Wendepunkt, stehen wir plötzlich mit einem Fuß im Licht, mit dem anderen jedoch bereits in der Dunkelheit. Es ist ein Moment, indem die Welt ganz kurz in Stille innehält.
Die Kunst des Innehaltens
Auch wenn wir einem Takt folgen so sind es die Momente des Stillstandes, die Wandel und Transformation erst ermöglichen. Im Bewusstsein, dass sich jeder Rhythmus einmal ändert und in der Aufmerksamkeit, diesen Zeitpunkt rechtzeitig zu erkennen, können wir ein Innehalten mit Bedacht steuern und erfahren. Dieses „still Stehen“ findet überall statt, in der Unendlichkeit des Kosmos wie auch im irdischen Geschehen.
Was alten Bräuchen, archaischen Zeichen (nord. Runen), Mythologien, Geschichten und der Natur innewohnt, das steckt auch in uns selbst. Im Lehrmeister des Wandels entdecken wir auch die Kunst des Innehaltens.
Was es mit „der Kunst des Innehaltens“, mit Rhythmus und Achtsamkeit, ländlichen Bräuchen im Herbst, mit seltsamen Sprüchen, dem Kornhund und dem Drischlkönig auf sich hat, das erfährst du in unserem Workshop, am Samstag, dem 26. September 2026. Es erwarten dich kreative Projekte, interessante Einblicke, Impulse, Fellnasen und Pferdeherde, viel Herzlichkeit inmitten von Natur und vielem mehr.
Vom Rhytmus des Sommers wechseln wir zum Takt des Herbstes im bewussten (Er)Leben unseres Innehaltens.
Ablauf
- 16:00 Uhr Eintreffen am U36 Hof(er)leben mit „tierischer“ Begrüßung
- ab 16:15 Workshop:
– Impulse
– altes Wissen
– Übungen zum Innehalten und „Anhalten“
– rhythmisch-kreatives Gestalten
– ländliches Brauchtum & Mythologie
– Sinnbilder & Zeichen
– Kräuter & Räuchern - ca. 21:00 Uhr gemütlicher Ausklang am Lagerfeuer
Ort & Zeit
WO: U36 Hof(er)Leben,
8342 Unterauersbach, Gnas
WANN: Beginn 16:00 (ca. 5 Stunden)
WORKSHOP: € 65,00
inkl. Materialien und Erfrischungen
MITZUBRINGEN: dem Wetter entsprechende Kleidung, gutes Schuhwerk
Der Workshop findet bei einer mind. Teilnehmerzahl von 5 bis max. 12 Personen statt.
Um deine verbindliche Anmeldung wird gebeten!
Verbindliche Anmeldung bitte bis spätestens 23.09.2026 per E-Mail oder Telefon 0664 / 75036588


