Signatur – was ist das?
Vom Blatt bis zum Planeten – wie sich alles verbindet
Das Blatt des Lungenkrautes, mit seinen weißen Flecken, erinnert an ein menschliches Organ – es ähnelt der Lunge.
Die Volksheilkunde verwendet das Kraut bei Bronchitis und Husten. Die Lunge ist ein rhytmisches System. Es ist ständig in Bewegung und eines jener Organe, das zuständig für Austausch und Umwandlung ist. Bewegung, Rhytmus und Austauschvorgänge sehen wir in der Pflanzenwelt an Blättern und der Blattbildung, dort wo Gasaustausch stattfindet. Zum Austausch gehört aber auch die Fähigkeit Laute von sich zu geben – Sprache und Kommunikation. In der Mythologie ist es Merkur, der Götterbote, der zwischen Göttern und Menschen, Himmel und Erde, zwischen Geist und Körper vermittelt. Merkur, der kleinste und „schnellste“ Planet in unserem Sonnensystem, steht seit jeher für das bewegliche und das vermittelnde Urprinzip.
Alles auf Erden hat seine eigene Signatur, auch du.
Gemäß dieser deiner Prägung wirkt auf dich alles,
was deiner Signatur entspricht, ausgleichend und wohltuend.
Was sich ähnelt gehört zusammen!
Unsere Volksmedizin basiert in erster Linie auf der Signaturenlehre, dem Ähnlichkeitsprinzip, dem Gesetz der Entsprechung – ein Wissen, dessen Wurzel bis in die Antike reicht. Dieses zweite Prinzip der hermetischen Lehren beschreibt, dass sich die gleichen Muster immer wieder wiederholen – wie sich die Natur sich selbst ähnlich ist. Es besagt, dass alles was zusammen gehört von der Natur gezeichnet und zu erkennen ist. In der Kräuterkunde sind Aussehen, Form, Farbe, Geruch und Standort bestimmend für die Signatur einer Pflanze. All diese Faktoren geben Aufschluss darüber auf welche körperlichen Prozesse oder auf welches menschliche Organ die Pflanze wirkt und mit welchen Energien diese in Verbindung steht.
DAZU SCHRIEB DER ARZT UND ALCHEMIST PARACELSUS: „Ich habe über 80 Bauern gekannt, die die Kräuter wegen ihrer Form
und Anatomie mit den Krankheiten verglichen haben und sie haben vor meinen Augen damit wunderbar und gut geholfen.“
Die Signaturenlehre versteht es, die Zeichen der Natur zu lesen
und sie in Beziehung mit allem in der Natur zu setzen.
Die Natur beschränkt sich nicht nur auf das Leben auf unserer Erde. Sie umfasst alles – den Mond der um die Erde kreist, das Sonnensystem in dem sich unser Heimatplanet befindet, die Galaxie in der unser Sonnensystem ist – kurz, den gesamten Kosmos in dem wir leben, vom kleinsten Teilchen bis zum allergrößten. Alles ist in der einen oder anderen Art miteinander verbunden. Die alchemistisch und astrologisch orientierte Heilpflanzenkunde, aber auch die moderne biologisch-dynamische Landwirtschaft, erkennt die planetarischen Zusammenhänge im Wuchs, im Wirken und in der Ausstrahlung einer Pflanze.
Sie verstehen wie kosmische Kräfte in der Natur wirken oder wie sie sich in ihr manifestieren.
Das wohl bekannteste Beispiel für direkten Einfluss eines Himmelskörpers auf das Leben auf unserem Planeten ist unser Erdtrabant, der Mond. Mondphasen bestimmen nicht nur die Gezeiten sondern alle biologischen Rhythmen auf der Erde. Am Beispiel Mond können wir erkennen, mit welchem Element dieser Himmelskörper in Verbindung steht. So wie der Mond das Wasser bewegt, so wirkt seine Energie auf alle Körperflüssigkeiten, Schleimhäute und weiche Gewebe.
In Pflanzen manifestiert sich diese „Mondenergie“ im Säftestrom, in allem was feucht und keimfähig ist.
Die Signaturenlehre erkennt hier unter anderem den Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit, mit dem Empfänglichen und dem weiblichen Prinzip.
Wenn der Mond den „Fluss der Säfte“ bestimmt, wie wirken dann andere Himmelskörper auf das Leben auf unserer Erde?
Mit dem freien Auge sichtbar und somit in direkter Verbindung mit dem Leben auf der Erde
sind die sieben klassischen „Wandelsterne“.
Sie verkörpern nicht nur die Urpolarität sondern sind als namensgebende Prinzipien zu verstehen
– die alten Götter, die Einfluss auf unser Erdendasein nehmen und sich in der Materie, in der Natur widerspiegeln.
Planetensignaturen – Mensch und Pflanze
Die Kraft der Sonne liegt in ihrem Inneren, in ihrem Kern, der wie ein Reaktor lebensspendende Energie erzeugt. Sie ist das Herz unseres Sonnensystems und war lange Zeit die zentrale Gottheit sehr vieler alter Kulturen auf der ganzen Welt. Die Sonne verkörpert das Element Feuer. Sie gehört zum Tag (Licht), zu Bewusstsein, zu körperlicher Aktivität und steht somit für das männliche Prinzip, für das Yang.
Sonne manifestiert sich in der Pflanzenwelt im Hauptspross, dem aufrechten, geraden Stängel, dem stolzen Wuchs aber auch in sonnengleichen Blüten wie dem Alant oder stark duftenden Zitrusfrüchten und den fettreichen Samen der Sonnenblume. „Sonnenpflanzen“ bringen Licht, Kraft und Wärme – ihr Wirkungsspektrum reicht von tonisierend, stimulierend, wärmend, herz- und kreislaufstärkend bis zu krampflösend, adaptogen und antidepressiv.
Das lebensspendende Urprinzip der Sonne finden wir natürlich auch im menschlichen Körper – im Herzen. Gemeinsam mit den Augen und dem zentralen Nervensystem ist es unser sonnengleiches Organ. Alles was in der Natur mit der Signatur der Sonne gezeichnet ist wirkt besonders stark auf jene Menschen, die unter ihrem Einfluss geboren sind (Sonne als Geburtsherrscher)
Der Mond empfängt das Sonnenlicht und reflektiert es auf die Erde mit seinem sanften silbrigen Schein. Je nach Mondphase wechselt er dabei innerhalb einer Lunation zyklisch seine Lichtgestalt. Diese beeinflussen wiederum direkt das Wachstum und die Fruchtbarkeit, das Auf- und Absteigen von Säften. Vollmond, Halbmond und Neumond zeigen uns eindrucksvoll den ewigen Kreislauf von Werden, Sein und Vergehen. Dieses Bild wurde zum Ursymbol der Mondgöttin vieler alter Kulturen weltweit. Im Mond finden wir das widerspiegelnde Urprinzip. Mondphasen bestimmen alle biologischen Rhythmen auf der Erde. Mit seinem direkten Bezug zu Wasser verkörpert der Mond dieses Element. Er gehört zur Nacht, zum Unbewussten, zur Empfänglichkeit und steht somit für das weibliche Prinzip, für das Ying.
Mond manifestiert sich in der Pflanzenwelt im Säftestrom, in allem was feucht und keimfähig ist. Wir finden Mondsignatur in Wurzeltrieben mit blassweißer Farbe, stark schwellenden Knospen, silbrig behaarten oder milchsaftführenden Pflanzen, in allem was am Boden kriecht oder an feuchten nassen Standorten wächst. Er zeigt sich in hellen Pastelltönen und farblosen, zarten Blüten oder solchen, die erst nachts erblühen (Nachtkerze). Zum Mond gehört auch die Nacht und Traumwelt – sedativ wirkende Pflanzen tragen genauso die Signatur des Mondes wie manche giftig-narkotischen Gewächse (Schlafmohn). „Mondpflanzen“ haben eine besondere Wirkung auf die weiblichen Organe, auf den Lymphfluss und generell alle Substanzen der Gewebe – ihr Spektrum reicht von beruhigend, umhüllend, kühlend, ausleitend bis entgiftend, regenerierend und schlaffördernd.
Im Mikrokosmos Mensch finden wir die Signatur des Mondes in allen Körperflüssigkeiten, Schleimhäuten, weichem Gewebe wie das Gehirn und den Fortpflanzungsorganen. Alles was in der Natur mit der Signatur des Mondes gezeichnet ist wirkt besonders stark auf jene Menschen, die unter seinem Einfluss geboren sind (Mond als Geburtsherrscher).
Merkur ist nicht nur der kleinste Planet unseres Sonnensystems, er ist auch der schnellste. Er braucht nur 88 Tage um die Sonne zu umrunden und dreht sich dabei 3 Mal um seine eigene Achse. Die Zahl Drei spielt auch eine Rolle im Erkennen seiner Signatur. Als Kind von Sonne und Mond trägt Merkur die Eigenschaften beider Himmelskörper in sich, er ist aber weder das eine noch das andere. Merkur ist weder dem männlichen noch dem weiblichen Prinzip zuzuordnen, er bewegt sich dazwischen, verbindet aber beide. Und genau um dieses Urprinzip geht es bei Merkur – um Vermittlung, Bewegung und Veränderung. Als Mercurius bei den alten Römern, in der griechischen Mythologie bekannt als Hermes, schützt er Händler und Diebe zugleich, er ist der Götterbote, der Vermittler zwischen Himmel und Erde. Sein Element ist die Luft.
Der Merkur zeigt sich in der Pflanzenwelt in vielen bunten und unscheinbaren Blüten. Merkurkräuter erkennt man schnell an ihrem Geruch, sie sind reich an ätherischen Ölen (Thymian). Die Signatur des Merkur zeigt sich dort wo Austausch stattfindet, in Blättern und der Blattbildung bzw. der Pflanzenkinetik. Merkurpflanzen können Fangorgane besitzten (Sonnentau), parasitär als Voll- oder Halbschmarotzer (Mistel) an anderen Pflanzen wachsen oder sie nutzen den Wind für ihre Bestäubung. Hohle Stängel erinnern an die Luftröhre im menschlichen Körper. Feine Dolden, Gewächse mit langen Ausläufern oder Klettergewächse zählen genauso zu Merkur wie viele Frühjahrs- oder schnell wachsende Pflanzen. Es gibt jedoch nur ein Wesen, das wie kein anderes die Signatur Merkur in sich trägt. Pilze wachsen wie Pflanzen, sie haben aber einen Stoffwechsel ähnlich der Tiere.
Wenn wir die Signatur des Merkur auf den menschlichen Körper übertragen, dann finden wir Austausch zu aller erst in unserer Atmung, in der Lunge. Aber auch im Gehirn beim Denken, im Nervensystem als Feedbackmechanismus, in allen rhytmischen Geschehen, in der Sprache und Kommunikation genauso wie in Stoffwechselfunktionen und Hormonaustausch wirkt die Energie des Merkur.
Alles was in der Natur mit der Signatur des Merkur gezeichnet ist wirkt besonders stark auf jene Menschen, die unter seinem Einfluss geboren sind (Merkur als Geburtsherrscher).
Bei Dämmerung leuchtet die Venus stehts nahe der Sonne als Morgen– und Abendstern. Anders als die anderen Himmelskörper, dreht sie sich rückwärts um die eigene Achse. Deshalb geht auf der Venus die Sonne im Westen auf. Mit ihrer prachtvollen Präsenz am Firmament steht sie seit jeher für Schönheit und Sinnlichkeit. Venus verkörpert Harmonie und Anziehungskraft, sie ist die universelle Liebe. Die römische Göttin Venus findet man in anderen Kulturen wie z.Bsp. in Mesopotamien als Ištar, als Turan bei den Etruskern oder bei den Griechen als Aphrodite. Ihre Urqualität ist feucht und warm, sie ist der Frühling und verkörpert die Elemente Wasser und Luft.
Venus manifestiert sich in der Pflanzenwelt in der Blüte (vor allem in 5-zähligen) sowie wohlriechenden Düften wie Rose oder Lavendel. Sie zeichnen sich in ihrer Schönheit und Formvollendung aus, sanft und gleichmäßig, in zarten Strukturen, samtig runden Blättern, verlockenden und üppigen Früchten und manchmal auch in starken, gut verankerten Wurzeln. „Venuspflanzen“ bringen Harmonie und Ausgleich – ihr Wirkungsspektrum reicht von kühlend, erweichend bis zu regenerierend, krampflösend, harntreibend und beruhigend. Besonders im Frauenmantel, der kleinen Alchemistin (Alchemilla), stecken wahre venusische Kräfte, die man laut Dioskurides bereits in der Antike für Liebeszauber einsetzte.
Das harmonisierende Urprinzip der Venus finden wir im menschlichen Körper vor allem in den Nieren, der Blase und der Haut. Auch die Schilddrüsenfunktionen gehören zu venusgeprägten Prozessen im menschlichen Körper. Alles was in der Natur mit der Signatur der Venus gezeichnet ist wirkt besonders stark auf jene Menschen, die unter ihrem Einfluss geboren sind (Venus als Geburtsherrscher).
Der Mars zeigt sich am Nachthimmel als der rote Planet. Seine orange- bis blutrote Farbe ist auch der Grund für seine Namensgebung. Mars, einer der zentralen Götter eines Imperiums, dessen Macht sich über fast ganz Europa und dem gesamten Mittelmeerraum erstreckte, war von kriegerischer Natur. In ihm lodert das Element Feuer, das weniger aus dem Herzen kommt als aus dem Bauch heraus, aus der Emotion. Zu dieser Qualität gehört jedoch nicht blindwütige Aggression sondern vor allem Disziplin, Ordnung, Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen. Mars verkörpert die Urqualitäten von heiß und trocken, von Feuer, Trieb und Zielbewusstsein.
Das „aggressive“ aber auch abwehrende, beschützende Urprinzip finden wir in der Pflanzenwelt in Form von Dornen und Stacheln. Die starke Lebendigkeit des Mars und sein ausgeprägter Libido sind jene Eigenschaften, die sich in Staubblättern und der Verstäubung von Pflanzen manifestiert. Marspflanzen erkennt man sehr gut an Pflanzenteilen mit roter Farbe, an Stacheln, Brennhaaren, Dornen, spitzen Nadeln oder an einem scharfen, würzigen Geschmack. Sie bringen Hitze in den Körper – ihr Wirkungsspektrum reicht von stimulierend, blutbildend, energisch ausleitend, Hitzeprozesse anregend, eröffnend und reinigend bis zu antirheumatisch und immunstimmulierend.
Das kämpferische Urprinzip des Mars finden wir im menschlichen Körper vor allem dort, wo Aufspaltung stattfindet – im Magen, Darm und Galle, in enzymatischen Vorgängen, aber auch im Immunsystem, in Verbrennungsprozessen (Grundumsatz), Muskeln und Blut. Alles was in der Natur mit der Signatur des Mars gezeichnet ist wirkt besonders stark auf jene Menschen, die unter seinem Einfluss geboren sind (Mars als Geburtsherrscher).
Der nobelste aller Himmelskörper ist, nach der Sonne, der größte unter den sieben Planeten, welche die Materie auf Erden beeinflussen. Langsam und gemächlich zieht er herrschaftlich durch unser Sonnensystem und benötigt dabei ganze zwölf Jahre um einmal die Sonne zu umrunden. Strategisch perfekt platziert behält die oberste Gottheit der Römer, Iuppiter Optimus Maximus oder bei den Griechen der Himmelsvater Zeus, Taranis oder Teutates bei den Kelten und Odin bei den Germanen, den Überblick über die Geschicke auf Erden. Er kümmert sich wohlwollend um Wachstum, Glaube, Wahrheit, der Erweiterung des Horizontes und Gerechtigkeit. Jupiter steht für das ausdehnende, das entwickelnde Urprinzip, für Großzügigkeit und für das Denken in großen Maßstäben. Er wurde als der Planet des Selbstvertrauens, der in sich ruhenden Kraft, der Produktivität und der Gemütsbewegungen verstanden, welche ihren Sitz in der Leber haben.
In der Pflanzenwelt erkennen wir Jupiterpflanzen an üppig ausladenden Blättern und Blüten, einer dichten Erscheinung, Baumkronen die fast kein Licht durchlassen oder an Gehölzen, die vielen Tieren Unterschlupf gewähren. Jupiter manifestiert sich in Pflanzen in der Fruchtbildung und, gemeinsam mit Sonne, in majestätischen und fette Öle hervorbringenden Gewächsen. Jupiterpflanzen wirken vorallem auf unsere Leber – ihr Wirkumsspektrum reicht von leber- und kreislaufwirksam zu belebend, krampflösend, balsamisch, allgemein regulierend und unterstüzend bei Störungen von Denkprozessen.
Jupiter verkörpert alles was groß dimensioniert ist. Das größte Organ im menschlichen Körper ist die Leber. Sie ist unser Chemielabor, unser Klärwerk, Hormonproduzent, Speicherreservoir und Kontrollbehörde zugleich. Dafür benötigt sie Wasser und Feuer – jene Elemente, die diese Prozesse ermöglichen und dem Jupiter zugeschrieben werden.
Alles was in der Natur mit der Signatur des Jupiter gezeichnet ist wirkt besonders stark auf jene Menschen, die unter seinem Einfluss geboren sind (Jupiter als Geburtsherrscher).
Die markanten Ringe des Saturn bestehen zu großen Teilen aus Eis- und Gesteinsbrocken. Von der Erde aus betrachtet erscheint es fast so, als ob dieser Planet starr und beinahe regungslos am Nachthimmel steht. Das liegt daran, dass Saturn gute 29 Jahre braucht, um einmal die Sonne zu umrunden. Er gilt seit der Antike als der Greis, der alte Weise und als ältester aller Planetengötter. Saturnus hieß er bei den Römern, bei den Griechen Kronos, einer der Titanen-Söhne von Mutter Gaia (Erde) und Vater Uranos (Himmel). Saturn ist der äußerste Planet der noch mit bloßem Auge gut sichtbar ist und nach antiker Vorstellung steht er genau an der Grenze, an der Schwelle zu den unendlichen Weiten des Universum. Sein Urprinzip ist somit das begrenzende aber auch das strukturgebende.
Saturn symbolisiert den Winter, Raureif, das klirrend kalte Eis, das Dunkle und Verborgene. Er ist das Alter, der Knochenmann und wird auch als die „Scharze Sonne“ bezeichnet. Schwarz ist seine Farbe, die Erde sein Element. Als Kind von Mutter Erde steht Saturn in unmittelbarer Verbindung mit allem in der Natur, inklusive der Unterwelt. Saturngeborene sind die wahren Schamanen unter uns Menschen. Naturkinder die die Welt mit anderen Augen sehen.
Saturn zeigt sich in allem was an Pflanzen hart ist, was sie nach außen hin abgrenzt. Die starke Wurzel, der Same und die raue, harte Rinde. Auch trockene Pflanzen mit guter Wurzelbildung (Wacholder) oder solche, die eine düstere und traurige Ausstrahlung haben (Schwarzerle) gehören zum Saturn. Er herrscht über alle Giftpflanzen, halluzinogene und psychoaktive Pflanzen, welche die Grenzen zwischen den Welten aufzuheben vermögen. Nadelbäume und Winterblüher gehören zu Saturn und, gemeinsam mit der Sonne, unterstehen ihm auch die immergrünen Gewächse. Ihr Wirkumsspektrum reicht von kühlend und adstringierend, blutstillend und festigend bis hin zu knochen- und knorpelbildend.
Im Mikrokosmos Mensch zeigt sich Saturn in allem was Struktur gibt, in unserem Skelett und Bindegewebe. In allem festen, harten und tragenden wie Knochen, Zähnen und Nägeln. Auch die Milz, welche in der Humorallehre zur Schwarzgalle gehört, zählt zu den saturnalen Organen im menschlichen Körper. Alles was in der Natur mit der Signatur des Saturn gezeichnet ist wirkt besonders stark auf jene Menschen, die unter seinem Einfluss geboren sind (Saturn als Geburtsherrscher).
Um bewusst handeln zu können, ist es gut zu wissen, mit welchem Erbe einen die Natur ausgestattet hat. Ein Blick in den Makrokosmos zeigt die Verbindung zwischen uns Menschen und der uns umgebenden Natur. Die Planetenkräfte spiegeln sich auf der Erde nicht nur im menschlichen Körper wider. Farben, Metalle, Mineralien, Pflanzen, Tiere und Frequenzen (Klänge) tragen ebenfalls ihre planetare Signatur, mit der wir entweder in Resonanz gehen oder nicht. Erkennt man diese Verbindung, dann weiss man was einen in Balance hält und was einen stärkt oder schwächt. Gegen seine Natur zu leben kann zu Unwohlsein führen und belasten. Da auch wir Menschen aus Materie bestehen, gilt für uns das hermetische Prinzip „der Entsprechung“ ebenso, wie für alle anderen Körper auf der Erde. In jenem Moment, an dem wir das „Licht der Welt“ erblicken, erreichen uns Frequenzen und elektromagnetische Wellen aus unserem Sonnensystem. Diese Schwingungen, die wir in Form von Klang und Licht bewusst und unbewusst wahrnehmen, werden absorbiert. Sie erreichen unsere Zellen und bringen sie in Schwingung, in Resonanz. Je nach vorherrschendem Planeten zum Zeitpunkt unserer Geburt werden wir von jener planetaren Energie geprägt und erhalten so unsere naturgemäßen Eigenschaften.
Der Mensch darf sich als Teil des Ganzen erfahren und als kosmisches Wesen erkennen, so kommt er wieder in seine eigene Kraft. Der erste Schritt, um herauszufinden unter welchem „Stern“ du geboren bist, ist die Bestimmung deines Geburtsherrschers.
Austausch bereichert
Miteinander geht alles leichter. Geselliges Zusammensein mit gleichgesinnten Menschen ist immer eine Bereicherung und schöne Abwechslung. Die besten Ideen entstehen im gegenseitigen Austausch, sei es bei anregenden Gesprächen während eines Spazierganges, beim Geschichten erzählen am Lagerfeuer oder bei einem Kräutertee in der warmen Stube.
Unser KrautZeichen Kräutertreff
ist ein wertvoller und inspirierender Termin im kleinen Kreise.
Feuerkreis
Das Knistern, der Geruch, die Wärme und das Licht eines Lagerfeuers erwecken in uns uralte, schon fast vergessene Geschichten. Das Feuer ist Ausdruck der Urkräfte, ein Sinnbild der Wandlung und bringt uns wieder ins Gleichgewicht.
Wir erzählen uns Geschichten!
Tee & Rauch
Wenn die Nächte wieder länger werden und Väterchen Frost seinen eisigen Mantel über das Land legt, dann ist die Zeit der Einkehr gekommen. Das Feuer knistert im Ofen, der Duft von Kräutern liegt in der Luft und warmer Tee erhellt die Seele.
Wir werden kreativ!
Deine eigene
Wilde Natur